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Illustrationen von Anke Feuchtenberger und Bengt Fosshag im Kunstverein Rüsselsheim. Vom 14. Juli bis 06. August 2006

Mit Figuren  wie der „Hure H.“ (Anke Feuchtenberger) oder Bengt Fosshags „Herbas Monsteri“ - den „gefährlichsten Pflanzen Deutschlands“  haben sich beide Künstler längst jeder für sich einen Namen gemacht und durch zeichnerische Beiträge u.a. für DIE ZEIT und F.A.Z. als hochkarätige Illustratoren ausgewiesen.

Der Kunstverein Rüsselsheim zeigte erstmals eine ausgewählte Gegenüberstellung beider Werke und eröffnete damit einen Einblick in individuelle Ausdrucksvielfalt und inhaltliche Facetten des Genres „Illustration“.

In der ehemaligen Fertigungshalle A1 der Opelwerke waren im industriehistorischen Ambiente erzählerische Bildzyklen von Anke Feuchtenberger zu sehen – sensible Geschichten, in denen Text und Bild sich gegenseitig ins Leben helfen. Nur ein paar Schritte weiter durch die Rüsselsheimer Innenstadt und man betrat Bengt Fosshags Welt: in der Rathausrotunde zeigte der bekannte Zeichner eine Auswahl seines breitgestreuten, kraftvollen Schaffens, dass von Werbegrafik über Buchgestaltung bis hin zur freien Illustration reicht.

So entstanden für den betrachtenden Pendler zwischen beiden Orten eine spannende Zusammenschau zweier sehr unterschiedlicher zeichnerischer Temperamente und womöglich eine Idee davon, daß Illustration mehr ist als „Bebilderung”.

Anke Feuchtenberger studierte Grafik und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin, arbeitete dann freiberuflich für verschiedene Einrichtungen. Sie entwarf Plakate für unabhängige Theater, schuf Illustrationen, die in großen Tageszeitungen abgedruckt wurden und wandte sich umfangreichen Bildererzählungen zu, darunter die Geschichten zur Hure H, die sie gemeinsam mit Katrin de Vries erfand.
Seit 1997 ist Anke Feuchtenberger Professorin für Illustration und Zeichnung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Ihr Werk ist international bekannt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet

Bengt Fosshag arbeitet als freier Graphiker und Illustrator. Zu seinen Auftraggebern gehören renommierte Zeitungen und Zeitschriften wie u.a. die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Der Spiegel und große Firmen wie Mercedes Benz, die Deutsche Bahn, Verlage wie die Büchergilde Gutenberg. Seine Arbeiten erhielten zahlreiche Auszeichnungen und Prämierungen, u.a. durch den Art Directors Club Deutschland (ADC), den Deutschen Designer Club (DDC). Bengt Fosshag lebt und arbeitet in Rüsselsheim bei Frankfurt.

Bilder von der Ausstellung und der Vernissage

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