Programm 2024

                           2024  
      30 Jahre Kunstverein Rüsselsheim

Wenn Sie unsere Veranstaltungen im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim besuchen und mit dem Auto anreisen, parken Sie bitte im Parkhaus "An der Festung" in der Frankfurter Straße (Fußweg ca. 10 Minuten zum Veranstaltungsort in der Festung).
Die Parksituation im Umfeld der Festung und der Opel-Villen ist auf Grund von Bauarbeiten stark eingeschränkt.

„Bears, bats and crocodiles“ von Jan Thomas in der Rüsselsheimer Festung

Die Wandinstallation im Außenbereich am Torturm knüpft an Grotesken des Mittelalters an, deren Bestimmung in der Abwehr des Bösen bestand.Ergebnis einer künstlerischen Auseinandersetzung von Jan Thomas mit diesem speziellen Ort. Die vielfigurige temporäre Wandinstallation wurde 2021 öffentlich vorgestellt. Zur Zeit ist sie dort noch zu sehen.

Ort: Torturm der Rüsselsheimer Festung

In Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Festung

Kunst im Film
"Wunder der Wirklichkeit"
 

Ein Film von Thomas Frickel

Thomas Frickels Dokumentarfilm „Wunder der Wirklichkeit“ schildert die künstlerische Arbeit der Künstlergruppe „Cinema Concetta“ um Martin Kirchberger. Er und sein Team verunglückten in der Nähe von Heidelberg am 22. Dezember 1991 mit einem Flugzeug während der Dreharbeiten zum satirischen Kurzfilm „Bunkerlow“. Es ist eine herausragende, packende Hommage an Thomas Frickels Freund Martin Kirchberger und die Gruppe „Cinema Concetta“ - und eine sehr nahegehende Entdeckungsreise in die Grauzone zwischen Erfundenem und der Wirklichkeit.

„Wunder der Wirklichkeit“, Buch und Regie: Thomas Frickel, (D 2017), ca. 101 min.

Ausgezeichnet mit dem Hess. Filmpreis 2017. 
FBW Prädikat: besonders wertvoll.

Donnerstag, 22. Februar 2024, 19 Uhr
Ort: Haus Katharina von Bora, Marktstr. 7, 65428 Rüsselsheim

Veranstalter: Kunstverein Rüsselsheim und Ev. Martinsgemeinde

Lesung mit Martin Piekar

 

 

 

Der Autor liest an diesem Abend nicht nur seinen Text „Mit Wänden sprechen”, für den er bei den Klagenfurter Literaturtagen 2023 den KELAG-Preis und den Publikumspreis erhielt, sondern auch Gedichte aus seinen Bänden "Livestream & Leichen" und "Bastard Echo".

“Seine Gedichte bieten Freundschaft als Ort unseres Zusammenseins an. Als Weg, das Unfassbare zu begreifen, als Weg, sich Räume in dieser Welt zu erkämpfen, die manchmal aufgegeben erscheinen. Piekars Schreiben ist eine Einladung, mit ihm zu gehen, zu schreiten, zu rennen und innezuhalten: Unter Brücken, auf Parkbänken und Verkehrsinseln.” (aus dem Klappentext  „livestream und leichen“)

Martin Piekar lebt und arbeitet in Frankfurt.

Donnerstag, 14. März 2024, 19 Uhr

Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

Hauptmann-Scheuermann-Weg 4, 65428 Rüsselsheim

Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, Mitglieder frei

Atelier zu Besuch mit 
Tobias Gellscheid

In der Reihe „Atelier zu Besuch“ werden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, an einem Abend ihre aktuellen Arbeiten zu präsentieren. Gleich der besonderen Atmosphäre eines Ateliers können die Gäste unmittelbar mit Tobias Gellscheid über seine Kunst sprechen. 

Tobias Gellscheid, *1983 in Pößneck, arbeitete nach der Ausbildung zum Holzbildhauer in Flensburg bis 2008 als freischaffender Bildhauer in St.Ulrich in Südtirol. Von 2009 bis 2015 studierte er an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle Graphik bei Prof. Thomas Rug. Seit 2021 ist er Meisterschüler von Prof. Christian Weihrauch an der HGB Leipzig. Anlässlich der Ernennung zum 20. Mainzer Stadtdrucker wurden Tobias Gellscheids Arbeiten im Gutenberg Museum gezeigt. 

Tobias Gellscheid interessierte sich bereits während des Studiums besonders für die fast vergessene Technik des Holzstichs und ist nun ein Spezialist für diese Hochdruckrarität. Seine Motive findet er unter anderem in fotographischen Zeugnissen der Popkultur, die er collagenhaft in seinen Arbeiten einsetzt. Die handwerklich perfekten Holzstiche Gellscheids besitzen eine intensive Dynamik und sind geprägt von geradezu rauschhaften Emotionen. 
Zu der Veranstaltung wird er eine kleine Auswahl seiner Werke mitbringen. 

Donnerstag, 28. März 2024, 19 Uhr
Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim
Hauptmann-Scheuermann-Weg 4, Rüsselsheim

Eintritt 7 Euro, für Mitglieder des Kunstvereins frei

Lyrikabend 7 „Frühling“ 
mit Thomas Adamczak, Almut Schwab und 
Frank Zinkant

Saatengrün, Veilchenduft, 
Lerchenwirbel, Amselschlag, 
Sonnenregen, linde Luft!
Wenn ich solche Worte singe, 
Braucht es dann noch großer Dinge, 
Dich zu preisen, Frühlingstag?

Das Gedicht von Ludwig Uhland  verdeutlicht die Sehnsucht der Menschen nach dem Frühling. Eine Jahreszeit, nach der sich viele Menschen besonders sehnen. Die ausgewählten Gedichte und die Musik zum Thema Frühling sollen dazu anregen, den Klang der Poesie in der eigenen Seele zu entdecken. 

Für  den Philosophen Hegel ist die lyrische Kunst nicht die Poesie, sondern die Musik, weil sie ein noch intimeres und geheimeres Bekenntnis ist.

Der 7. Lyrikabend mit Thomas Adamczak und den beiden Musikern Almut Schwab (Akkordeon, Flöte, Hackbrett) und Frank Zinkant (Gitarre) lädt Sie zu einer poetisch-musikalischen Reise durch die vielfältigen Frühlingsgefühle ein, um sich von Schönheit und Reichtum dieser Jahreszeit inspirieren zu lassen.

Donnerstag, 25.April 2024, 19 Uhr
Eintritt: 7 Euro, 
für Mitglieder des Kunstvereins frei.
Ort: Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim
Hauptmann-Scheuermann-Weg 4 (Festung), 65428 Rüsselsheim

Kunst im Film
"The Square"

 

 

 

Prämiert mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes sowie sechs europäischen Filmpreisen begibt sich „The Square“ in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf.

Regie: Ruben Östlund, 2017, 151 min.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

Donnerstag, 16. Mai, 2024, 19 Uhr 

Ort: Haus Katharina von Bora, Marktstr. 7, 65428 Rüsselsheim

„Eigentor“

 

Installation zum Thema Fußball von Dolores Rosa Hackenberg und Gisela Winterling

Was spielt sich auf dem Platz und abseits von ihm nicht alles ab! Es ließe sich am Ende damit die ganze Welt erklären. Die ganze Dramatik des Spiels und des Lebens. Mal Tragödie, mal Komödie. Und wir(!) können kathartisch mitfiebern, uns langweilen, aufregen, wiederfinden, verschwistern, wir können trauern, schimpfen, hoffen, bangen, klagen, jubeln. 

Eine Installation voller Fußball-Devotionalien, Zeitungsartikel, Fotos, Bücher, Fußballpoesie, Fernseher, Theke, Kühlschrank, Tisch und Stühle. Eine Art Fankneipe, ein Ort voller Liebe zum Spiel, einer Liebe, die mehr denn je auf dem Spiel steht angesichts von Kommerzialisierung, Bestechung, Ausbeutung, Machtmissbrauch, Irrsinn.

Vernissage, 8. Juni 2024, 19 Uhr  mit einer lyrischen Performance von Gisela Winterling, Grooves und Tracks, Heiko Wöhler.

Ausstellung: 9.6.24 bis 30.6. 24

Der Eintritt ist frei

Ort: Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

               30 Jahre 
Kunstverein Rüsselsheim

 

 

 

Im Frühjahr 1994 sind wir mit der Ausstellung „PRINTED WORKS a Sculpture by Urs Lüthi“ im Zeughauskeller der Rüsselsheimer Festung gestartet. Das wir bis heute solange durchhalten konnten ist ein Verdienst vieler. Dafür bedanken wir uns bei unseren Mitgliedern, allen Unterstützerinnen und Unterstützern, den Künstlerinnen und Künstlern und möchten unser Jubiläum mit Ihnen gemeinsam feiern.

Samstag, 31.8. 2024, 19 Uhr im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

Der Eintritt ist frei 

Atelier zu Besuch mit 
Peter Hock

In der Reihe „Atelier zu Besuch“ werden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, an einem Abend ihre aktuellen Arbeiten zu präsentieren. Gleich der besonderen Atmosphäre eines Ateliers können die Gäste unmittelbar mit Peter Hock über seine Kunst sprechen.

Peter Hock (*1962 in Heidelberg) ist Zeichner. Seine hypernaturalistischen Bildräume entstehen mit Reißkohle auf großformatigen Blättern und erinnern in ihrer Detailversessenheit und Plastizität an mikroskopische Bildaufnahmen. Es sind Gegenstände aus Metall oder organische Strukturen, in denen man Pflanzenteile oder physiognomische Fragmente zu erkennen glaubt, denen seine Aufmerksamkeit gilt. Sie alle wandeln sich in seinen Bildern zu Unergründlichem und Geheimnisvollem.
Der Künstler, der 2022 mit dem Joseph und Anna Fassbender-Preis ausgezeichnet wurde, hat in Heidelberg und Mainz Bildende Kunst studiert. Seit 1988 lebt und arbeitet er in Berlin.

Zu der Veranstaltung wird er eine kleine Auswahl seiner Werke mitbringen. 

Donnerstag, 19.9.2024, 19 Uhr 
Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim 

Eintritt 7 Euro, für Mitglieder des Kunstvereins frei

Kunst im Film
Beltracci 
-Die Kunst der Fälschung-

„Allerdings war es natürlich so, dass (…) letztlich niemand ein großes Interesse daran hatte, dass ein Bild nicht echt ist.“ Wolfgang Beltracci

Der höchst amüsante Kino-Dokumentarfilm erzählt von dem größten europäischen Kunstfälscher-Skandal der Nachkriegsgeschichte. Er zeigt den Maler Wolfgang Beltracci bei dem, was dieser als seinen Beruf verstand, beim Fälschen. Beltraccis Bilder sind keine Kopien von Originalen. Es sind Originale, die sich an Hand des Stils auf den ersten Blick einem bestimmten Künstler zuordnen lassen. 

Arne Birkenstocks Film ist zugleich eine Parabel auf die besinnungslose Gier überhitzter Märkte und eine irritierende Antwort auf die Frage nach Original und Fälschung. 

Regie: Arne Birkenstock, (D), 2014, 98 m.

Donnerstag, 26.9.24, 19 Uhr 
Haus Katharina von Bora, Marktstr. 7, 65428 Rüsselsheim

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

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mit Roman Klonek

 

 

 

 

Roman Klonek, geboren in Kattowitz/Polen, hat ein Faible für altmodische Cartoons und moderne Blockdruckstile.
In den 90er Jahren studierte er Grafik in Düsseldorf und entdeckte seine Leidenschaft für den Holzschnitt.

In den letzten 20 Jahren hat er Illustrationen und Drucke mit einer Vielzahl skurriler Kreaturen geschaffen, meist halb Tier, halb Mensch und vorzugsweise in schwierigen Situationen. Sein Werk lässt sich als skurriler Balanceakt zwischen Propaganda, Folklore und Pop beschreiben.
Er arbeitet zusammen mit Freunden in einem Studio in Düsseldorf.

Vernissage, 28.9.24, 19 Uhr

Ausstellung: 29.9.24 – 3.11.24

Ort: Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

Eintritt frei

Mehr über illust_ratio

Kunst im Film
"Tanz der Schatten"

Ein Film von Lotte Reiniger
Ein Portrait der Pionierin des künstlerischen Trickfilms.

Nicht Walt Disney, sondern der deutschen Filmkünstlerin Lotte Reiniger ist der erste abendfüllende Animationsfilm der Filmgeschichte zu verdanken. 1926 zauberte die Virtuosin des Scherenschnittes „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ auf die Stummfilmleinwand und erfand damit eine neue Spielart des Kunstfilms zwischen Jugendstilästhetik, Expressionismus und Zaubermärchen. 

Der Film blendet von den Lebenserfahrungen der Künstlerin auf ihr Werk und enthält neu aufgefundenes Material, das Lotte Reiniger bei der Arbeit an ihren letzten Filmen in Kanada zeigt.

Ein Film von Susanne Marschall, Rada Bieberstein und Kurt Schneider mit Studierenden der Eberhard Karls Universität Tübingen. (D), ca. 60 min.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

Donnerstag, 7. November, 2024, 19 Uhr 

Ort: Haus Katharina von Bora, Marktstr. 7, 65428 Rüsselsheim

Ausstellung mit 
Annette Schröter
-Scheerenschnitte-

Mit ihren Scherenschnitten hat sich Annette Schröter in der deutschen Kunstszene einen Namen gemacht hat. Wie kaum ein anderer Künstler vor ihr hat sie sich an eine als bieder und dekorativ verschriene traditionelle Technik gewagt und hat sie mit ihren aktuellen Inhalten auch formal um neue Dimensionen erweitert.

Die alte Technik des Papierschnitts dient Annette Schröter als zeitgemäße künstlerische Ausdrucksmöglichkeit. Sie lotet ihre vielfältigen Möglichkeiten aus, durchbricht die Dualität von schwarz und weiß durch die Verwendung farbiger Papiere und Tapeten sowie Sprays und farbigem Acrylglas.

Annette Schröter (*1956 in Meißen), wichtige Vertreterin der Leipziger Schule und von 2006 bis 2022 Professorin für Malerei und Grafik an der HGB, erkannte das Potential des antiquierten Mediums und entwickelte es virtuos weiter. Sie arbeitet mit Mustern und Konturen, Räumen, Texturen und Unschärfen – und sprengt das althergebrachte Maß. Ihre Papierschnitte sind Großformate mit der Tendenz zur Rauminstallation.
Annette Schröter lebt und arbeitet in Leipzig.

Vernissage, Samstag, 16.11.24, 19 Uhr
Ausstellung: 17.11.24 bis 9.2. 25

Finissage, Sonntag, 9.2.25, 11 Uhr

Ort: Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim
Der Eintritt ist frei

Vorstellung der Jahresgabe 2024

Viele Kunstvereine produzieren Jahresgaben. Das sind Editionen von Künstlerinnen und Künstlern, die den Vereinen verbunden sind und meist auch in ihnen ausgestellt haben oder ausstellen werden. So können Mitglieder und Förderer qualitativ hervorragende Kunst zu günstigen Preisen erwerben und werden, so der Grundgedanke, für ihr Engagement belohnt. Zum sechsten Mal nach 2017 bietet der Kunstverein im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung eine Jahresgabe an.

2024 kommt die Jahresgabe von Heike Negenborn.. An diesem Nachmittag, werden auch  die Jahresgaben der Vorjahre ausgestellt. Die Arbeiten können von allen Kunstinteressierten erworben werden, Mitglieder des Kunstvereins erhalten die Jahresgabe zu einem reduzierten Preis. 

Außerdem möchten wir das für den Kunstverein ereignisreiche Kunstjahr 2024 mit allen Interessierten, sowie Mitgliedern und Freundinnen und Freunden des Kunstvereins  in gemütlicher Runde beenden. 

Samstag 14. Dezember 2024, 16 Uhr 

Der Eintritt ist frei.

Stadt und Industriemuseum Rüsselsheim, Südflügel UG

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Cinema Concetta

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