13. August 2026

Atelier zu Besuch 
mit Caro Suerkemper

Gleich der besonderen Atmosphäre eines Ateliers können die Gäste unmittelbar mit Caro Suerkemper über ihre Kunst sprechen. 

Caro Suerkempers Arbeit bewegt sich entlang der Schnittstelle zwischen Tradition und Subversion, zwischen Schönheit und Irritation. Ihr Interesse gilt dem Ambivalenten – jenen Momenten, in denen historische Formen, gesellschaftliche Rituale und Konventionen zu kippen beginnen und ihre Selbstverständlichkeit verlieren. 

Ihre  Skulpturen und Installationen schöpfen bewusst aus der Sprache vergangener Jahrhunderte – höfische Gesten, barocke Theatralik, bürgerliche Repräsentation – und führen diese in einen zeitgenössischen Kontext über. Dabei verwendet sie die Mittel der „historischen Camouflage“: Sie tarnt ihre Interventionen im Gewand des Vertrauten, um unterschwellige Konflikte offenzulegen – Macht und Ohnmacht, Kontrolle, Begehren, Scham. Der Körper spielt in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle. Er ist Projektionsfläche und Widerstand zugleich – mal verführerisch, mal deformiert, mal ironisch gebrochen.

Caro Suerkemper, geb. 1964 in Stuttgart, hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Peter Dreher studiert. 

In Rüsselsheim hat sie im Malerviertel für die gewobau die Skulptur „Der Maler Anselm Feuerbach und ein Modell Nanna_Eine Beziehungslandschaft“ realisiert.

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. 

Zu der Veranstaltung wird sie eine kleine Auswahl ihrer Werke mitbringen

Donnerstag, 13. August 2026, 19 Uhr
Museumspavillon Böllenseeplatz, 65428 Rüsselsheim

In Kooperation mit dem Stadt- und Industriemuseum

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