Ausstellung_NicoleAhland

Jahresausstellung

Was ein Raum ist 
von Nicole Ahland

Ausstellung

Im Zentrum der Fotografien von Nicole Ahland stehen Licht und Raum als konstitutive Elemente bildnerischer Erfahrung. In pastelligen Abstufungen von Grau, Blau, Rosa und Weiß entstehen besondere malerische Bildräume von stiller Intensität. Bis an die Grenze zur Abstraktion reichend, erscheint Licht als immaterielle Präsenz, die Raum nicht nur sichtbar macht, sondern hervorzubringen scheint. Mit äußerster Reduktion und großer Präzision entwickelt Ahland eine unverwechselbare fotografische Bildsprache, die Fragen von Wahrnehmung, Flüchtigkeit und Stille verhandelt – weniger durch Darstellung als durch Atmosphäre und Präsenz.

*1970 in Trier, studierte Nicole Ahland Freie Bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in der Klasse für Fotografie bei Prof. Dr. Vladimir Spacek. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. 

Nicole Ahland lebt und arbeitet in Wiesbaden und der Westpfalz.

21.11.2026 bis 07.02.2027

Vernissage

Die Künstlerin ist anwesend
Werkeinführung von Dr. Christiane Morsbach

 

 

Samstag
21.11.2026
19 Uhr

Buchvorstellung und Lesung

Buchvorstellung „Atlas der Räume“ von Nicole Ahland.

Lesung von Nicloe Ahland und 2 weiteren Autoren.

 

 

Donnerstag
03.12.2026
19 Uhr

Finissage

Buchvorstellung „Atlas der Räume“ von Nicole Ahland.

Lesung von Nicloe Ahland und 2 weiteren Autoren.

 

 

Sonntag
07.02.2027 
11 Uhr 

Jochen Hünnebeck (Cuxhaven) über Nicole Ahland

In ihren Fotografien beschäftigt sich die Wiesbadener Künstlerin Nicole Ahland mit Räumen.

Für ihre analogen Aufnahmen nutzt sie ausschließlich das in situ vorhandene Licht, was mitunter erhebliche Unter- bzw. Überbelichtungen zur Folge hat. Dieser Umstand fordert auf besondere Weise die Vorstellungskraft des Betrachters und demonstriert die formalen Pole, zwischen denen sich die Werke Ahlands bewegen.

Die Künstlerin hinterfragt die Bedeutung von Räumen jenseits ihrer architektonischen oder physikalischen Definition. Hierbei bekommt das Licht eine wesentliche Bedeutung, da es den Raum durch sichtbare und unsichtbare Bereiche definiert und somit eine visuelle Spannung erzeugt. Das Licht ist im Kontext der Fotografie gleichsam Motiv, Material und Kompositionselement. 

Inhaltlich setzt sich Ahland mit der Beziehung zwischen Mensch und Raum auseinander. Der Raum, so scheint es, ist immer ein menschliches Konstrukt, welches jedoch nicht nur durch ein Innen und Außen definiert wird, sondern im sozialen Kontext als prozesshaftes Phänomen zu verstehen ist. Objekte, Menschen, Erinnerungen, aber auch die Relation zu anderen Gütern dieser Art, sind Elemente und Vorgänge der Raumkonstitution. Im Alltag werden diese Prozesse routiniert durch Wiedererkennen und Reproduktion wiederholt. „Räumliche Strukturen sind eine Variante gesellschaftlicher Strukturen.“ Die Räume, die Nicole Ahland fotografiert, sind meistens menschenleer und befinden sich in einer Umbruchzeit. Viele der Räume, in denen sich die Künstlerin für ihre Fotografien aufhielt, sind so nicht mehr da, weil die Gebäude abgerissen oder samt der Räume eine neue Funktion bekamen.

15. September 2017

Vita

Ausschnitt

Nicole Ahland, 1970 in Trier geboren, studierte Freie Bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in der Klasse für Fotografie bei Prof. Dr. Vladimir Spacek. Ihre Fotoarbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

1970 in Trier geboren

1995-96 Forschungsreisen nach China

1997-98 Aufenthalt in Vietnam

1999-05 Studium der Freien Kunst an der Akademie für Bildende Künste

der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Dr. Vladimir Spacek 

2007-08 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Kunsttheorie an der AfBK Mainz

Auszeichnungen (Preise und Stipendien) 

2023 + 24 Artist in Residence, Museum Kunst der Westküste, Det Paulsen Legaat-Stiftung

2022 Projektstipendium Stiftung Kunstfonds NeuStartKultur

2021 HAP Hessisches Atelierstipendium

2020 KUR(ona)-Stipendium, Schloss Balmoral und Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

2019 Projektstipendium, Schloss Balmoral und Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

2019 Förderstipendium der August Müller-Stiftung

2018 Kulturpreis 'Kunst und Ethos', Verlag Schnell & Steiner, Regensburg

2018 Stipendium, Kommandantenhaus auf dem Dilsberg, 

Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis e.V.

2016 Artist in Residence, Museum Kunst der Westküste, Det Paulsen Legaat-Stiftung

2014 Gebhard-Fugel-Preis, DG München 

2012 Saari Residence Grant, Kone Foundation, Helsinki, Finnland

2011 Albert-Haueisen-Kunstpreis für BW, RLP und das Elsass 

2011 Stipendium Künstlerhaus Edenkoben

2010 Ramboux-Preis der Stadt Trier

2009 Christa-Moering-Stipendium der Stadt Wiesbaden für Künstlerinnen

2009 Stipendium des Landes RLP Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 

2007 Albert-Haueisen-Förderpreis

2006 Arbeitsstipendium Kunstverein Zehnthaus, Jockgrim

 

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